L’appel dans « toutes les langues ! »

Bure n’est pas un problème local, ni régional, ni national : il s’agit bien d’un sujet au carrefour de préoccupations internationales !

Voici d’ores et déjà la traduction de l’appel en allemand, en anglais et en espagnol ! N’hésitez pas à proposer des traductions dans d’autres langues encore !

Vent de Bure en allemand

Wind von Bure* bekommen? Nancy volle Fahrt voraus!

Bure, ist ein kleines Stückchen des Départements Meuse für eines der größten europäischen Industrieprojekte: Es sollen im Rahmen einer 130 Jahre andauernden Baustelle 300 Km Tunnel entstehen, in denen 85000m³ der schlimmsten radioaktiven Abfälle, garantiert ohne Risiken und Nebenwirkungen, in 500 Meter Tiefe für 100.000 Jahre gelagert werden!

Hinter diesen abstrakten Zahlen verbergen sich reelle Risiken: Brände, Explosionen, Kontaminierung, massive Ausstöße. Seit 25 Jahren kämpfen Atomstaat und Atomlobby für die Akzeptanz des Projektes. Dabei machen sie uns zu ihren Versuchskaninchen und bestechen die „Volksvertreter*innen » mit illegalen Korruptionsmitteln in der Höhe von 1.000.000.000 €.

Wir sind ein Zusammenschluss aus Vereinen, Bürgerinis, widerständige Bewohner*innen und lokalen Unterstützungs-Komitees, der seit 25 Jahren gegen das Riesenklo Widerstand leistet. Wir rufen euch dazu auf am 1. und 2. Juni in Massen nach Nancy zu kommen. Dieser Aufruf richtet sich an alle die in Frankreich und darüber hinaus, die sich vom Bure-Widerstand betroffen fühlen, diejenigen die sich Fragen stellen und alle, die verstehen wollen was sich Dort zusammenbraut.

Seit dem Sommer 2017 hat sich die Möhre zur Peitsche gewandelt mit einer in den jüngeren Protesten ungesehenen Repression und Kriminalisierung des Widerstandes: 60 Verfahren, 28 Aufenthalts- oder Betretungsverbote, mehrere Verurteilungen zu Haftstrafen, dutzende Monate Bewährungsstrafen und ein Verfahren wegen „Bildung einer Übeltäterbande »** welches neun Menschen verbietet einander zu begegnen. CIGEO soll um jeden Preis gebaut werden, zur Not bei gleichzeitigem Beerdigen der Gegner*innen mitsamt dem Atommüll.

Dennoch stehen wir mehr denn je gegen diesen gesellschaftliche, ethischen und umweltpolitischen Frevel ein. Wir sind fest entschlossen miteinander diesem düstere Projekt einen Strich durch die Rechnung zu machen und gegen diese zerstörerische Maschinerie unsere Stimmen zu erheben.

Gegen diese mafiöse Omerta erheben wir unsere Stimmen, wir schreien, flüstern, lachen, rütteln wach und brüllen, dass die Kritik niemals verstummt. Wir lehnen die radioaktiven Lüfte so sehr ab, wie die Wolken ihres Tränengases.

Wir stehen noch immer hier, doch manchmal braucht die Glut ein wenig Luft, um erneut die Wärme einer gemeinsamen Kraft zu spüren. Um so besser: Wir haben einen langen Atem und ihr auch!

Gegen diese repressiven und militärischen Angriffe in und um Bure und nach der Räumung des Bois LeJuc im Februar 2018 müssen wir neuen Ansätze und Ströme finden, einen Schritt zur Seite wagen und neuen Rückenwind suchen. In Sachen Bure-Widerstand steht viel auf dem Spiel: Vor Ort, im ganzen Land und auch international. Dieser Kampf geht uns alle etwas an.
Um zu beginnen, ziehen wir also vorerst nach Nancy, bisher von allen Wettern verschont. Nancy wäre auf den Logenplätzen, sollte CIGEO gebaut werden: Die Stadt befindet sich in der Hauptwindrichtung im Osten des Projektes, in gerade mal 50 Kilometer Entfernung.

Wie die Radioaktivität, bleibt der Wind geruchlos und unsichtbar. Wir ziehen den heutigen Bure-Wind den drohenden Böen von morgen vor, der uns in aller Ruhe zu verstrahlen droht. Lasst uns den „Vent-de-Bure » diesen Wind sichtbar machen. Lassen wir Drachen und Luftballons steigen und alle Früchte unserer Vorstellungskraft die unsere unsichtbaren Kräfte zu Tage fördern.

Gegen die Polit- und Finanzoligarchien wehen in diesen Zeiten stürmische Böen auf der ganzen Welt, welche es versuchen diejenigen zu verjagen, die sich mit allen Mitteln an ein System klammern, dass einen gnadenlosen Krieg gegen alles Lebende führt und im Namen des Profits das Klima zerstört. Doch in einem immer feindseeligeren Kontext, blasen und grollen immer stärker werdende autoritäre Gewitter.

Hinter diesem Aufruf steht das Bedürfnis gemeinsame Atemzüge zu machen und einen anderen Wind wehen zu lassen. Den Sog eines ganzen Territoriums. Der, der sich bildet um CIGEO und seiner Welt entgegenzupusten. Sammeln wir den Atem der Dinge möglich macht und den noch wilderen, der dafür sorgt, dass Dinge gar nicht erst entstehen können. Kommen wir mit Rückenwind zusammen, um diese Gesellschaft, die außer Atem zu geraten droht, zu verändern, indem wir alle Farben dieser Welt zusammenführen.

Lasst uns mit vereinten Kräften einen gegenteiligen Wind wehen lassen: Kommt alle zum Bankett am 1. Juni und zum großen „Übetäter*innen-Bal »!

Passt auf dass ihr dabei nicht all eure Federn lässt : Wir rufen nämlich für Sonntag, den 2. Juni zu einer Großdemonstration auf um der autoritären Spirale und der Arroganz der Macht der Nuklearindustrie zu zeigen, dass wir noch immer da sind – und nicht am Boden!

Das Kräfteverhältnis muss immer wieder auf’s neue hergestellt werden: Wenn der Wind weht, wird CIGEO verschwinden!

Bürgerinitiativen CEDRA und EODRA, sowie Comités de soutien lorrains et des électrons libres

Schickt diesen Aufruf über eure Kanäle weiter!

Flugblätter und Plakate gibt es sehr bald!

Alle Infos zum Programm, den Aufruf und um mehr über Anreise und Unterkunft zu erfahren:

www.ventdebure.com

Kontakt : ventdebure@riseup.net – Tel: 0049 6 50 69 72 61

* „Vent de Bure »: Übersetzt als der „Wind von Bure ». Meint: der Wind der von unserem Widerstand gegen CIGEO ausgeht und/oder die drohende Verstrahlung der Lüfte der Lorraine
** „Association de malfaiteurs »: Französisches äquivalent zum deutschen §129 StGB. Derzeit gegen mindestens 5 Linke Gruppen in Frankreich im Einsatz Größere Unterschiede in der Handhabung, z.b. Kontakt-, Aufenthalts-, und Reiseverbote während der Ermittlungen. „Controle Judiciaire » als Kernelement, der die Verhalten der Beschuldigten und Verdächtigen maßregelt. Primärfunktion: Durchleuchtung und Einschüchterung der Strukturen über längere Zeiträume.

English version

BURE’S WIND: NEXT STOP NANCY THE 1ST AND 2ND JUNE!

We, collective of associations from Lorraine and inhabitants resisting for almost 25 years against Bure’s giant nuclear dump, call for everyone from France and beyond that feel concerned by Bure fight and want to understand what’s happening, to come to Nancy, saturday 1st and sunday 2nd of June

Bure – a small part of the Departement of Meuse – is supposed to become one of Europe’s largest industrial projects: In a construction site going on for 130 years, 300 km (185 miles) of tunnels are supposed to be built for the storage of 85,000m3 (535,000 barrel) of nuclear waste 500m (1650ft) underneath the ground for the next 100,000 years – guaranteed risk-free.
There are real risks behind those abstract numbers: fires, explosions, contamination, massive ejections. For 25 years, the nuclear lobby and the state have been advertising for the project by making the local population serve as their guinea pigs and  silencing elected representatives with a 1-billion legal corruption.

Since summer 2017, the carrot turned into a stick with a wave of repressive measures and criminalization unprecedented in the modern history of territories in struggle – 60 trials, 28 refusals of the right to stay, several jail sentences, dozens suspended sentences, and an investigation for « criminal association » preventing 9 people to see each other. The CIGÉO hole needs to be digged whatever the cost, even if it means burying a few opponents with the nuclear wastes.

Despite all this, we are more determined than ever in standing up against this environmental, social and ethical heresy. We are all driven by the determination to halt this ominous project and raise our voices against this machine of destruction. Facing omerta and silence, our voices scream, whisper, laugh, call out and shout that they will not stay quiet. We refuse both radioactive and tear gas clouds.

We stand up but sometimes embers need to be revived in order to get back to the heat of a collective force: good! We have breath and so do you!

In front of this brutal wave of repressive measures and militarization in Bure, and after the eviction of the Bois Lejuc occupied until February 2018, we need new grips and step aside, to look for ascending flows. The Bure struggle arouses regional, national and international stakes. We are all concerned. For a start, we let ourselves pushed by the Wind to Nancy, still spared today but that would have a ringside seat in case of radioactive leaks : it is located barely 50 kilometers east, below the prevailing wind.

Just like radioactivity, wind has no smell and is invisible. We choose today’s wind of Bure over the threatening gusts of tomorrow which would irradiate us quietly. During that weekend, let’s make it beautiful and perceptible: kites, balloons and our combined imaginations will represent all these invisible forces.

Storms are raging against state and corporate power all over the world these days. Storms that seek to sweep away  those who by all means hold onto a system that is raging merciless war against all forms of life and is destroying the climate in the name of profit.  But in an even more hostile political context, the repressive and authoritarian storm strikes increasingly hard.

Behind this call-out, there’s the need to breathe together and make space for a different wind to blow, the undertow of a whole territory. The one blowing against CIGEO and its world, this world allowing it, and the one even more devastated that it would induce. In order to organize this panting society transformation, we drape ourselves with all the colors in the world.

Let’s blow a headwind: Saturday night the 1st, join the feast and the great « Criminal ball » ! But be careful and keep some energy : Sunday the 2nd, let’s gather massively to protest, respond to the authoritarian spiral and the arrogant self-confidence of the nuclear industry and show that we’re still here!

The power relationship has to be ceaselessly renewed : as our wind blows, CIGÉO goes…away!


Cedra, Eodra, local support committees and free electrons                                  

Spread this call-out through your channels!
There will be flyers and posters soon!
Information about the program, directions/rideshares and accommodation can be found here: www.ventdebure.com

En español

Viento de Bure: ¡dirección Nancy el 1 y el 2 de junio!

Nosotros, colectivos de asociaciones y comités de apoyo de la Lorraine junto con los habitantes que allí resisten desde aproximadamente 25 años contra la mega-basura nuclear de Bure, llamamos a converger masivamente a Nancy, los sábado primero y domingo segundo de junio, a todo-as quienes, dondequiera que se encuentren en Francia o más allá, se sientan afectado-as o preocupado-as por la lucha que tiene lugar en Bure, a todo-as quienes se estén interrogando y quieran entender lo que se está urdiendo en este lugar.

Bure es un trozito de Meuse que se vio involucrado en uno de los proyectos europeos más imponentes: el entierro en ese lugar de 85 000 m3 de los peores desechos radioactivos en unos 300 km de túneles, a unos 500 m bajo tierra. ¡130 años de obras garantizadas sin ningún riesgo durante 100 000 años! Detrás de estas cifras abstractas, los riesgos son reales: explosiones, incendios, contaminaciones, desechos masivos. Desde hace 25 años, el Estado y los nucleócratas buscan en imponer su proyecto convirtiendo a la población en unos conejillos de Indias y sobornando a los representantes del pueblo a través de maniobras de corrupción legal que alcanza los mil millones de euros.

Desde el verano 2017, la zanahoria se convirtió en el bastón con una ola de represión y de criminalización inaudita en la historia reciente de los territorios en lucha – 60 juicios, 28 prohibiciones de entrada al país, varias condenas de prisión incondicional, unas decenas de meses en condicional y una instrucción por “asociación ilícita” que impidió a 9 personas que se comunicaran. Cueste lo cueste, Cigéo ha de construir su agujero, ¡poco importa si, además, de los desechos nucleares, queden enterrados algunos oponentes!

Sin embargo, nos alzamos más que nunca contra esta herejía social, ética y medioambiental. Todas y todos estamos impulsados con determinación a terminar con este siniestro proyecto y a levantar nuestras voces en contra de esta máquina de destrucción. Frente a la ley del silencio, nuestras voces gritan, murmuran, ríen, afirman, chillan que ellas no callarán. Rechazamos tanto las nubes radioactivas como las bombas lacrimosas.

Estamos de pie, pero algunas veces, se necesita reavivar el fuego para volver a sentir el calor de una fuerza colectiva: ¡ello viene bien ya que estamos dispuestos a soplar y vosotros también!

Frente a esta ola brutal de represión y militarización en Bure, y después de la expulsión del bosque Lejuc que fue ocupado hasta febrero del 2018, debemos encontrar nuevas tácticas, dar un paso al lado y buscar corrientes ascendientes. La lucha de Bure tiene dimensiones regionales, nacionales e internacionales. Todo-as estamos implicado-as. Para empezar, nos hemos dejado llevar por el viento hasta Nancy, al día de hoy aún no afectada, pero en primera fila para recibir los desechos nucleares: se sitúa en el eje de los vientos preponderantes, al Este mismo de Bure, a apenas 50km en línea recta.

Así como la radioactividad, el viento es invisible, inodoro. Nosotros preferimos el viento de Bure de hoy en lugar del viento que nos irradiaría mañana en silencio. El fin de semana del primero y 2 de junio, no vacilemos en embellecer el viento y hacerlo perceptible: cometas, globos y el fruto de nuestras imaginaciones reunidas representarán a todas las fuerzas invisibles.

Por doquier en el mundo hoy, ráfagas soplan para intentar barrer la oligarquía político-financiera que se aferra por todos los medios a un sistema que lleva una guerra sin piedad a cualquier ser vivo, destruye las vidas y altera el clima en nombre de las ganancias económicas. Pero en un contexto político cada vez más hostil, la tormenta represiva y autoritaria ruge cada vez más fuerte.

Detrás de este llamamiento está la necesidad de respirar y soplar juntos, la necesidad de todo un territorio de levantarse y unirse para oponerse a Cigéo y a su mundo: el mundo que lo permite y el mundo, más devastado aún, que nos dejaría. Para organizar la transformación de esta sociedad sin aliento, nos vestimos de todos los colores del mundo.

Hagamos correr vientos contrarios y unámonos: el sábado primero por la noche, ¡venid al banquete y al gran “baile de los delincuentes”! Pero cuidado con no darlo todo esa noche, hay que guardar energía para el día siguiente: el domingo 2, ¡juntémonos masivamente para manifestar, para responder a la espiral autoritaria y a la confianza prepotente de la industria nuclear y para mostrarles que estamos todavía aquí, de pie!

La lucha debe reafirmarse constantemente: ¡en el momento en que sople nuestro viento, Cigéo se marchará!

CEDRA, EODRA, comités de apoyo de la Lorraine y electrones libres


Por favor, ¡enviad este llamamiento a vuestros contactos!

¡Carteles y flyers saldrán próximamente!

Para leer el llamamiento, obtener informaciones sobre el programa u organizar autobuses. http://www.ventdebure.com

Contactos: por mail: ventdebure@riseup.net, por teléfono al 00336 50 69 72 61